Soziales Kompetenztraining

Ergotherapie Stehle - soziales Kompetenztraining

Soziales Kompetenztraining ist ein ergotherapeutisches Übungsprogramm für Grundschulkinder. Ziel des Trainings ist es, dass die Kinder lernen, besser/nützlicher mit ihren Emotionen und ihrem Verhalten in einer Gruppe umzugehen. Dies wird zuerst durch das Aneignen von Wissen zu angemessenen sozialen Verhaltensweisen erreicht. Dieses Wissen wird dann durch Training von sozialen Fertigkeiten umgesetzt um letztendlich durch korrigierende Rückmeldung und positive Verstärkung ein kompetentes Verhalten zu erlangen.

Ergotherapie Stehle - soziales Kompetenztraining

So erlernen die Kinder z.B. durch Rollenspiele einen sinnvollen Umgang mit ihrer Angst und/oder Wut umzugehen. Zudem ist die Förderung von Motivation und Selbstvertrauen ein wichtiger Bestandteil des Trainingskonzept. Die Kinder werden im Bereich ihrer sozialen Kompetenz gefördert.

Sie lernen sich situationsgerecht zu Verhalten.

Wann ist soziales Kompetenztraining sinnvoll?
- Verminderte Kontaktfähigkeit
- Geringe Frustrationstoleranz
- Unangemessener Umgang mit Lob und Tadel
- Schüchternes/ängstliches Verhalten
- Impulsives Verhalten
- Aggressives Verhalten

Ziele: Was soll mit dem sozialen Kompetenztraining erreicht werden?
- Verbesserung der Selbstwahrnehmung
- Verbesserung der Fremdwahrnehmung
- Verbesserung des Selbstvertrauen
- Aufbau von neuen Verhaltensweisen/Modellen
- Verbesserung der Belastungsfähigkeit
- Verbesserung der Beziehungsfähigkeit

Aufbau des Trainings:
Das ergotherapeutische soziale Kompetenztraining umfasst etwa ca. 15 Gruppensitzungen von je anderthalb Zeitstunden. Es richtet sich gleichermaßen an schüchterne oder ängstliche Kinder wie auch an solche, die eher unruhig sind, sprunghaftes impulsives und/oder aggressives Verhalten zeigen. Die Gruppengröße beträgt 3-5 Kinder und zwei Therapeuten. Am Ende jeder Therapieeinheit werden die jeweiligen wichtigen Persönlichkeitsmerkmale von den Kindern untereinander mit Hilfe der Therapeuten beurteilt und positiv rückgemeldet.

1. Schritt:
- Zusammenführen/finden der Kinder in die Gruppe.
2. Schritt:
- Wahrnehmen und Äußern von Gefühlen. Interpretation von Mimik und Gestik des Gegenübers. Anbahnung von angemessener Eigen –und Fremdwahrnehmung.
3. Schritt:
- Interpretation von Kommunikationssignalen. Perspektivenwechsel (sich in andere hineinversetzen) Einfühlungsvermögen aufbauen. (Videounterstützt)
4. Schritt:
- Transfer in Alltagshandlungen: Ansprechen von Wünschen und möglichen Konsequenzen des eigenen Handelns zu überprüfen. Neue Handlungsmöglichkeiten und Alternativen auszuprobieren (im Rollenspiel).

Therapieform/art:
- Gruppentherapie mit dem Kind und wenn gewünscht Elternberatung-/begleitung